Die Elektronikindustrie ist eine weltweite Unternehmensgruppe, die sich mit der Herstellung von Computer-, Kommunikations- und anderen elektronischen Produkten befasst. Elektronik bezieht sich auf alle Geräte, die elektrische Schaltkreise verwenden, um eine Funktion auszuführen, die sonst schwierig oder unmöglich wäre. Seit ihren Anfängen im späten 19. Jahrhundert hat die Elektronikindustrie bedeutende Fortschritte in der Technologie und im weltweiten Einsatz erzielt. Nahezu alle Aspekte des modernen Lebens wurden durch die Produkte dieser Branche verändert oder beeinflusst.
Die Elektronikindustrie begann im 19. Jahrhundert mit den Innovationen von Erfindern wie Thomas Edison und Guglielmo Marconi. Edison war Vorreiter bei der Verteilung von Elektrizität an einzelne Haushalte und ermöglichte den Einsatz elektronischer Geräte wie Beleuchtung, Haushaltsgeräte und Kommunikationsgeräte. Marconis Schaffung des drahtlosen Radios ebnete den Weg für spätere Erfindungen wie Fernsehen, Satellitenkommunikation und drahtloses Internet. Die Annehmlichkeiten und der Luxus elektrischer Geräte lösten eine weltweite Nachfrage aus, die die Elektronikindustrie in Gang setzte und bis heute anhält.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben Innovationen in der Computertechnologie den Heimcomputer Wirklichkeit werden lassen. Diese Computer hatten mehrere Verwendungszwecke, und jede neue Generation war billiger zu kaufen und einfacher zu bedienen. In den neunziger Jahren hatte das Internet Millionen dieser Computer zu einem weltweiten Netzwerk aus Information, Kommunikation und Unterhaltung verbunden. Jeder dieser Fortschritte wurde von neuen Geräten und Technologien begleitet, die von der Elektronikindustrie bereitgestellt wurden. Bis zum 21. Jahrhundert hatten elektronische Produkte die Art und Weise verändert, wie Menschen leben, arbeiten und kommunizieren.
Die Elektronikindustrie ist durch regelmäßige technologische Fortschritte gekennzeichnet. Ein Großteil davon wird durch die Computerverarbeitung angetrieben, die im Allgemeinen einem Konzept folgt, das als Moores Gesetz bekannt ist. Nach dem Gesetz von Moore verdoppelt sich die verfügbare Informationsverarbeitungsleistung in der Regel alle zwei Jahre, was bedeutet, dass Computer und die Geräte, die sie verwenden, kleiner und kostengünstiger werden können. Die Elektronikindustrie tendiert dazu, ihre Produktionsstätten in Ländern mit niedrigen Arbeitslöhnen zu platzieren, was die Erschwinglichkeit der Endprodukte weiter erhöht. Die Consumer Electronics Association schätzt, dass Produkte der Elektronikindustrie im Jahr 2010 allein in den USA einen Umsatz von mehr als 180 Milliarden US-Dollar (USD) erzielten.
Obwohl die Elektronikindustrie nicht so viele Schadstoffe erzeugt wie einige andere Industrien, hat sie ihre Umweltnachteile. Einige Computerkomponenten enthalten giftige Materialien. Viele elektronische Geräte sind für eine kurze Zeit ausgelegt und werden dann weggeworfen und durch eine neuere Generation ersetzt. Viele elektronische Geräte beziehen auch im ausgeschalteten Zustand Strom aus Steckdosen, was den Energieverbrauch und die daraus resultierende Emission von Schadstoffen auf der ganzen Welt erhöht.






